In den frühen 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts fing die Familie Kiiskinen im heutigen Erdbeerzentrum Suonenjoki mit dem Anbau von Erdbeeren an. Die ersten Pflanzen erhielt man über einen Nachbarn aus Amerika und setzte sie auf der Petos Farm. Das war der erste ganz den Erdbeeren verschriebene Landbau in Finnland. In den 70er Jahren kamen Erdbeeren nach Mittelfinnland, als Anja Kiiskinen auf Gut Maso am Stadtrand von Jyväskylä Erdbeeren zog. Von dort verlegte sie 1980 ihren Betrieb nach Ruusula auf Kuussaari (Fichteninsel) im Vorort Vuontee.

Damals, als die Kiiskinen Familie mit Erdbeeren in Suonenjoki begann, wurde Ruusula als selbständiges Gut mit Viehhaltung und Ackerbau vom Staatsgut Pernasaari abgetrennt. Vorübergehend unbewirtschaftet erwarb Anja Kiiskinen 1980 Gut Ruusula und erneuerte die inzwischen verwilderten Felder und verfallenen Gebäude. Nachdem die „Erdbeerinsel“ mehr als ein Jahrzehnt nur über eine Fähre und im Winter übers Eis erreichbar war, wurde 1995 die etwa ein kilometer lange Straßenverbindung über eine Landbrücke fertig. Etwa gleichzeitig begann auf Ruusula die bis dahin dem staatlichen Monopol vorbehaltene Herstellung von Beerenwein. Mit dem neuen Jahrhundert kam auch der Generationswechsel auf Ruusula.